🧠 Prüfungsprotokoll Nr. 34: Facharztprüfung Neurologie in Saarland – 2023.05

Prüfungsprotokolle - Facharztprüfung Neurologie

Hallo!


Hier ist mein Protokoll Saarland 05.2023:


Atmosphäre: Eher locker und freundlich mit fairen Fragen


Nach kurzer Vorstellung ging es auch schon los.

  1. Fall:
    Pat. mit Einweisung vom HA, 65J mit Gangstörung (Schlürfendes, breitbasiges Gangbild). Es wurden vom Prüfer CCT-Bilder in axialer und koronarer Ebene vorgelegt. Ich habe dann erstmal meine Vermutung NPH in den Raum geworfen und dann über NPH-Zeichen in der Schnittbildgebung gesprochen. Es kamen dann Fragen zur Anamnese (Hakim-Trias), Spinal-Tab Test (Eröffnungsdruck) und kognitive Testung. Auch wurde gefragt, wann ich den Patienten für eine Shunt Implantation vorstellen würde und wann diese sich lohnen würde. Hat dann noch nach möglichen Komplikationen bei Shunt-Implantationen gefragt (Dislokation, Infekt, Hygrom), hier näher auf Hygrom eingegangen und gefragt, was dies sei (Habe über Unterdruck- und Gravitationsventrikel erzählt).  Wollte dann noch die allgemeine Komplikationsrate bei Shunt-Implantation wissen.
  2. Fall:
    Patientin, 48J mit Augenmuskelparese, Ptosis, proximale Schwäche der oberen Extremitäten. Meine Vermutung war Myasthenia gravis. Hat dann nach Differentialdiagnosen gefragt (Hier von entzündlichen und paraneoplastischen Erkrankungen mit Hirnnervenbefall erzählt). Daraufhin wurden die klinischen Zeichen einer Myasthenie abgefragt (Simpson-Test, Eis-Test, Cogan-Zeichen, Curtain-Zeichen), AK-Diagnostik und pharmakologische Testung besprochen. Suche nach Thymom oder Thymitis. Wollte dann noch assoziierte Autoimmunerkrankungen wissen. Zum Schluss hat der Prüfer dann noch ein ENG mit Dekrement vorgelegt, gefragt wo und wie man dieses untersucht. Was bedeutet Inkrement und Dekrement und bei welchen Erkrankungen kommen diese vor. Dann noch Fragen zur Therapie von Myasthenie und NW von Mestinon abgefragt.
  3. Fall:
    22J Patient kommt mit V.a. cerebrales Geschehen bei Fußheber-Parese rechts. Dann kamen Fragen bezüglich klinischer Untersuchung, Differentialdiagnosen, sowie Ableitung von Peroneusneurographie. Was macht man, wenn die klassische Neurographie mit Ableitung über M. extensor digitorum brevis unauffällig ist. Hier war ich überfragt. Er hat dann aber geholfen und gefragt welche anderen Muskeln vom N. Peroneus innerviert werden. Hab dann M. tibialis anterior gesagt, was auch richtig war. Hat mir dann noch eine Neurographie mit Ableitung über M. tibialis anterior gezeigt auf der ein Leitungsblock zu erkennen war. Kurze Frage dann noch zur Therapie/Beratung des Patienten.
    Dann war die Prüfung beendet, ich wurde gebeten kurz vor der Tür zu warten, bis sich die Prüfer beraten hatten. Kurz darauf erhielt ich die Urkunde und dann wars auch schon vorbei.

Vorbereitungen:
Fallbuch Neurologie mit 100 Fälle (mehr als Orientierung was wichtig ist)
Neurologie 1000 Fragen (Nicht alle gelesen, sondern eher selektiv nachgeschlagen)
Facharzt-Training Neurogie DGN Zeitschriften mit Fällen
Facharztprüfung von Sieb
DGN Leitlinien von wichtigen Themen (MS die ersten 40 Seite, akuter Schlanganfall und sekundäre Prophylaxe, Karotis Stenose, Status Epilepticus, Myasthenie)
Neurologie – State of the Art (Zum Nachschlagen)
EMG Buch von Bischoff (die ersten 60 Seiten und selektiv ein paar Fälle z.B. KTS, SUS, GBS, CIDP)


Informationen von der Seite Facharztjetz, sowie Teilnahme an interaktiven Diskussionen auf Telegram.

Ich wünsche allen viel Erfolg und gutes Gelingen!

• Link zu allen Protokollen in unserer Webseite: https://facharztjetzt.de/de/Kategorie/fachrichtungen/neurologie/facharztpruefungsprotkoll-de


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