🧠 Prüfungsprotokoll Nr. 52: Facharztprüfung Neurologie in Stuttgart 2024.05

Erster Prüfer:
RD kündigt bei mir eine junge Patientin an, die nach einer Wohnöffnung auf dem Boden liegend mit einer schweren Hemiparese links vorgefunden wurde. Was würde ich JETZT machen?
Annahme, Anamnese, Fremdanamnese und klinische Untersuchung.
Die Patientin war nicht mehr im Lysefenster. Er zeigte mir dann ein Bild von Mediainfarkt rechts mit beginnendem raumforderndem Effekt auf den Seitenventrikel.
Nächster Schritt war von meiner Seite die Kontaktherstellung mit den Neurochirurgen. Er zeigte mir dann ein Kontrollbild von wenigen Stunden später mit deutlicher Zunahme des raumfordernden Effekts.
Ich habe gesagt, dass man JETZT sicher eine Kraniektomie braucht. Das bestätigte er und fragte mich warum und wie groß ungefähr der Entlasstungsdefekt sein soll.
Das habe ich ungefähr gezeigt, er sagte, ungefähr so groß wie die Handfläche.
Dann fragte er mich, wie die Prognose aussieht, und was ich JETZT die Eltern der jungen Pat. sagen würde.
Ich sagte ihm, dass ich der Familie erklären würde, dass man in den ersten Tagen nicht sicher sagen kann, wie es aussehen werde, aber mit großer Wahrscheinlichkeit wird sie rollstuhlpflichtig. Er fragte, ob sie kognitiv durch den Infarkt auch beeinträchtigt sein wird.

Dann zeigte er mir ein Bild von MRT mit Diffusionsstörungen im Hypocampus und schilderte kurz denn Fall, dass die Pat. verwirrt war. Das war eindeutig TGA.

Der zweite Prüfer schilderte den Fall eines Patienten, der sich in der ZNA chirurgisch vorgestellt wurde nach einem Sturz im Bad und JETZT eine Tetraparese hat und wir haben lange diskutiert, ich wusste ehrlich gesagt nicht, was er möchte. Es ging nicht um die Sturzursache (das war kein Anfall, keine spinale Ischämie, keine neurologische Ursache des Sturz), sondern wollte er eine sehr wichtige klinische Untersuchung und nach langer Diskussion habe ich verstanden, dass er die Untersuchung des Analreflexes hören möchte.

Der zweite Fall war von einer Pat. mit Verwirrtheit. Er zeigte mir das EEG, wo ein Delta-Herdbefund temporal zu sehen wre. Dann zeigte mir das MRT-Bild, was auch dazu passt mit einer Läsion temporal. Es war eine HSV-Enzephalitis und fragte, ob ich JETZT auf die Befunde abwarten möchte und wenn der LP-Befund unauffällig wäre, ob ich das Aciclovir absetze. Klar nein.
Welches Anfallssuppressivum? LEV.
Und Wie lange? Nur im Akutfall und nicht dauerhaft, aber ich gehe nicht mit so einem MRT-Bild davon aus, dass ich das Anfallssuppressivum bald absetzen kann, aber wichtig nicht dauerhaft.
Und das war es.

Ich habe es immer in den Protokollen gelesen, dass die Atmosphäre angenehm ist, habe aber immer gesagt, dass es sicher angenehm ist, weil man bestanden hat. Aber sie ist echt angenehm, und zwar von Beginn an, dass man zu Ruhe zu Beginn der Prüfung kommt.

Gelernt von Springer-Fälle, und von den Vertiefungsartikeln, die nach dem Fall aufgeführt werden. Leitlinien, ein Paar selektive Themen von Compact, ein Paar Fälle von 100 Fälle und auch selektive Themen von 1000 Fragen. Das letzte Buch fand ich persönlich nicht gut. Die Springer-Fälle mit den Artikeln fand ich persönlich perfekt.


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